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 Raffination
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Mineralöl als Endprodukt

Die Destillation

Raffinierie

Cracken

  • Der Begriff "Cracken" kommt aus dem Englischen to crack = spalten
  • Thermisches Verfahren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen hoher in solche niedriger Molmasse.
  • Die Spaltung erfolgt bei Temperaturen zwischen 450 °C und 650 °C pyrolytisch oder mit Hilfe von Katalysatoren.

Thermisches Cracken

Das älteste und einfachste Crack-Verfahren ist das thermische Cracken.

Während bei der Destillation nur die bereits vorhandenen Kohlenwasserstoffe voneinander getrennt und in Gruppen aufgeteilt werden können, verwandeln Crack-Verfahren grössere Kohlenwasserstoffketten in kleinere.

Die Destillationsrückstände werde durch einen Spaltofen geleitet, der bei ca. 500°C arbeitet. Das Kurzzeituge Verweilen im Ofen bringt die langkettigen Moleküle in starke Schwingungen, dass ab etwa 360 °C die Bindungen zwischen den Kohlenstoffatomen zerbrechen.

Die Verweilzeit im Crackofen wird so gewählt, dass ein möglichst hoher Crackeffekt erreicht wird, jedoch eine Koksbildung weitgehend vermieden wird.

Visbreaken

Visbreaken ist eine milde Form des thermischen Spaltens. Dabei sind Druck (rund 70 bar) und Temperatur (etwa 460°C) niedrig genug; dass schweres Heizöl direkt eingesetzt werden kann, ohne dass es zur Verkokung kommt. Beim Verkoken setzt sich Kohlenstoff in fester Form als Koks (entgaste Kohle) ab. Allerdings ist die Ausbeute an leichten Produkten mit 20 bis 30 Prozent recht gering. Eine weitere Variante des thermischen

Steamcracken

Steamcracken wird katalytisch beschleunigt und erfolgt deshalb auch unter geringeren Temperaturen.

Die Molekülumwandlung erfolgt schonender als beim klassischen thermischen Cracken und es entstehen Produkte höherer Qualität.

Flüssiggase, Benzine und Mitteldestillate können zu noch kürzeren Kohlenwasserstoffketten umgewandelt werde, welche in der chemischen Industrie wiederum verwendung funden.

Katalytisches Cracken

Ein wesentlich höheres Umwandlungsergebnis als beim thermischen erreicht man mit dem katalytischen Cracken. Der Spaltvorgang erfolgt bei etwa 500° C in Gegenwart eines Katalysators. Katalysatoren sind Stoffe, die die chemische Reaktionen fördern, beschleunigen oder in eine bestimmte Richtung lenken und nach der Reaktion unverändert vorliegen.

Beim katalytischen Cracken verwendet man meist staubförmige Katalysatoren, wie zum Beispiel synthetische Aluminiumsilikate oder Wachsdestillate, die sich in einem Dampf-Gas-Strom wie eine Flüssigkeit verhalten. Sie besitzen eine grosse Oberfläche (etwa 100 m2 pro g).

Ergebnis des katalytischen Crackens ist ein undefiniertes Gemisch aus kurz- und längerkettigen Kohlenwasserstoffen (Methan bis Koks), welche direkt weiter aufbereitet werden können (verfeinerte Destillation und Entfernung des Restschwefels).

  • Schwefelarme Produkte (ein Teil des Schwefels aus dem Rohöl wird katalytisch umgesetzt)
  • Oktanzahl von 80 bis 85.
Alkylierung, Herstellung von Alkylatbenzin

Alkylierung bezeichnet das Einführen einer Alkylgruppe in eine chemische Verbindung. Alkylgruppen sind Kohlenwasserstoffe mit der allgemeinen Formel -CnH2n+1, z. B. die Methyl- (-CH3) oder Ethylgruppe (-C2H5).
 

Durch diese Methode werden die kurzkettigen Moleküle, die beim thermischen Cracken entstehen, mit Hilfe eines Katalysators wieder zusammengesetzt. Dadurch kommt es zur Bildung von verzweigten Molekülen im Siedebereich des Benzins.

Diese "Alkylbenzine" haben wertvolle Eigenschaften wie z. B. eine natürliche hohe Klopffestigkeit.

Als Beispiel siehe dazu die Beschreibung der so genannten Gerätebenzine.
 

Hydrocracken

Hydrocracken ist das teuerste aber vielleicht das interessanteste Verfahren. Hydrocracköle werden auch als synthetische Öle bezeichnet, weil sie chemisch teilweise massiv verändert werden.

  • katalytisches Spaltverfahren mit Wasserstoff
  • Druck von 100 -150 bar
  • nahezu vollständige Umwandlung des Eduktes
  • als Katalysatoren z.B. NiMo (Nickel-Molydän)

Vorteile

  • Durch eine Kombination von Katalysator und andern Betriebsbedingungen kann wie bei der klassischer chemischen Synthese das Endprodukt ziemlich genau bestimmt werden.
  • Es ist möglich, Fraktionen bestehend aus mehrheitlich Benzin oder Heizöl/Diesel zu gewinnen.

Nachteile

  • Teuer
  • apparativ sehr aufwändig und gefährlich (hoher Druck, Wasserstoff)
  • Das Ausgangsprodukt (Edukt) muss entschwefelt sein (ansonsten Katalysatortod durch chem. Reaktionen)

 

http://www.adamol.at/html/technologie.htm

 


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Stand: 05.05.08