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 Ko-/Adhäsion
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Adhäsion

 

Die Adhäsion (auch Anhangskraft) bezeichnet die Zusammenhangkräfte zwischen den Molekülen zweier verschiedener Stoffe.

Adhäsion beim Klebstoff Im Bereich der Klebstoffe versteht man unter Adhäsion die Gesetzmässigkeiten der Haftung von Klebschichten an den Fügeteiloberflächen. Die Vorgänge bei der Adhäsion sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Sie gestalten sich besonders schwierig, weil die Abhängigkeiten zwischen den Klebstoffsystemen und den verschiedenen Fügeteiloberflächen sehr komplex sind.

Die Wirkprinzipien der Adhäsion lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

Spezifische Adhäsion

Zwischenmolekulare Kräfte im Grenzschichtbereich Diffusionsvorgänge zwischen Fügeteil und Klebstoff thermodynamische Vorgänge wie z.B. Benetzungskräfte, Wasserstoffbrückenbindung chemische Bindungen zwischen Fügeteil und Klebstoffmolekülen

Mechanische Adhäsion

Mikroverklammerung in Hinterschneidungen des Fügeteiles Vergrösserung der adhäsiven Fläche durch Einbeziehen der Rauheit Anquellen / Anlösen der Fügeteiloberfläche (z.B. bei Kunststoffen) durch die Lösungsmittel des Klebstoffs um eine diffusionsartige Molekülverklammerung zu erreichen. Die mechanische Adhäsion ist grundsätzlich von geringerer Wirkung und Bedeutung als die spezifische Adhäsion, der chemische Wechselwirkungen mit stärkeren Adhäsionskräften zugrunde liegen.

Siehe auch: Kohäsion, Kapillarität

Kohäsion

Als Kohäsion (auch Zusammenhangskraft) bezeichnet man in der Physik und Chemie die Zusammenhangskräfte zwischen den Atomen bzw. Molekülen eines Stoffes (zum Beispiel innerhalb von Flüssigkeiten oder Festkörpern) und innerhalb der Moleküle; siehe Kohäsion (Chemie).

Die Kohäsion wird durch folgende Wechselwirkungen beschrieben:

  • die mechanische Verschlaufung fadenförmiger Makromoleküle oder Verfilzung faserförmiger Stoffe
  • die chemischen Bindungen innerhalb von Molekülen
  • die Anziehung benachbarter Atome oder Moleküle durch Ionenbindung, Metallbindung, Komplexbindung und zwischenmolekularen Kräften (van-der-Waals-Wechselwirkung, Dispersionswechselwirkung, Wasserstoffbrückenbindung)
  • bei Klebstoffen die Kräfte, die den Zusammenhalt des Klebstoffs bewirken; diese Kohäsionskräfte sind zum einen für die Zähigkeit und das Fliessverhalten ( Rheologie) des unausgehärteten Klebstoffs bei der Verarbeitung und zum anderen für die Festigkeit des ausgehärteten Klebstoffs bei seiner Beanspruchung verantwortlich.

Kapillarität

Der Begriff Kapillarität ist lateinisch für Haarröhrchenwirkung.

Das Mass der Kapillarität hängt mit der Oberflächenspannung der entsprechenden Flüssigkeit zusammen.

Benetzende Flüssigkeiten wie z. B. Wasser steigen in einem Röhrchen etwas auf und zeigen eine Oberfläche die aussieht wie ein Hohlspiegel. (konkav). Diese Wirkung nennt man Kapillaraszension.

Nicht benetzende Flüssigkeiten wie Quecksilber haben ein gegenteiliges Erscheinungsbild; ihr Niveau im Röhrchen ist tiefer als in der Umgebung und ist konvex.


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