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VDMA-Richtlinie
In Zusammenarbeit zwischen dem Fachausschuss Mineralöl- und Brennstoffnormung (FAM)
und der Fachgemeinschaft Fluidtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau (VDMA) wurde analog zu DIN 51 524 Teil 2 das Einheitsblatt VDMA 24568
veröffentlicht. Es beschreibt technische Mindestanforderungen für biologisch
schnell abbaubare Hydraulikflüssigkeiten und teilt wie folgt ein:
Flüssigkeitsbasis Kurzzeichen
- Triglyceride H ETG (pflanzlich, wasserunlöslich)
- Synthetische Ester H EES (wasserunlöslich)
- Polyethylenglykol H EPG (wasserlöslich)
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Beschreibung |
WGK |
| HETG |
HE |
(TG = TriGlyzeride)-Flüssigkeiten
- Native Druckmittel auf rein pflanzlicher Basis. Sie sind mit
Hydraulikölen mineralischer Herkunft zwar problemlos mischbar
(wichtig für den Umstieg von mineralisch auf nativ!), doch nimmt mit
steigendem mineralischen Ölanteil die biologische Abbaubarkeit
entsprechend stark ab.
- HETG-Flüssigkeiten erreichen in aller Regel problemlos die ab
1999 gültige neue Stufe "nicht wassergefährdend".
- HETG sind im Bereich -20 °G bis 70 °C
einsetzbar.
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0 |
| HEES |
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(ES = Ester, Synthetisch)
- Druckmittel mit mehr oder weniger hohem Esteranteil. Der
Esteranteil kann - muss aber nicht - pflanzlicher bzw. tierischer
Herkunft sein. Theoretisch und praktisch können Ester auch aus
Grundstoffen auf ausschliesslicher Mineralölbasis gewonnen werden.
Ester mineralischer und rein pflanzlich / tierischer Herkunft sind
untereinander mischbar. Gleichgültig ob reine Esterprodukte
gemischt, mineralischer oder pflanzlich/tierischer Herkunft sind,
bestehen bei ihnen die geringsten Entsorgungsprobleme, da sie als
gebrauchte Produkte zu Altölkategorie 1 zählen und daher nicht wie
die HETG-Flüssigkeiten getrennt gesammelt werden müssen.
- Um biologisch schnell abbaubar zu sein, müssen die
HEES-Flüssigkeiten einen sehr hohen Anteil an Estern auf
pflanzlicher Basis haben.
- HEES sind temperaturtolerante Druckmittel
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1 |
| HEPG- |
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(PG = PolyGlykol)-Flüssigkeiten
- Druckmittel auf Alkoholbasis, die hier nur der Vollständigkeit
halber erwähnt werden, im Zusammenhang mit der Erzeugung und
Verwendung von nativen Ölen und Estern aber nicht näher erläutert
werden.
- In technischen Unterlagen zu HEPG-Flüssigkeiten, die ohne
Zweifel biologisch schnell abbaubar sind, fehlt der Hinweis zur
Mischbarkeit mit Hydraulik-Druckmitteln anderer Herkunft; es wird
aber auch hier der Hinweis auf die abnehmende biologische
Abbaubarkeit bei der Vermischung mit anderen Hydraulikölen
mineralische Ursprungs gegeben.
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HE = Hydraulic Environmental (Environment = Umwelt)
Die umweltschonenden Druckflüssigkeiten werden gemäss Entwurf hinsichtlich ihrer
Zähflüs-
sigkeit in ISO-Viskositätsklassen nach DIN 51519 eingeteilt. Existent sind die
Klassen ISO-
VG 10, 15, 22, 32, 46, 68 und neuerlich auch eine ISO-VG 100.
Hydraulik-Druckflüssig-
keiten werden sowohl als Einbereichs- als auch als Mehrbereichsöle angeboten,
wobei sich die
Mehrbereichs-eignung bei den HETG-Flüssigkeiten durch die besonderen
Eigenschaften die-
ser Druckmittel häufig von allein ergeben. Häufig werden wegen ihrer Bekanntheit
neben der
ISO- auch die SEA-Viskositätsklasse angegeben. So ist der
ISO-Mehrbereichsviskosität VG
22 - 68 der SAE-Viskositätsbereich 5W-20 gegenüberzustellen.
Vorgesehene Einsatzklimabereiche gemäss ISO-Viskositätsklassen:
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ISO-VG |
(entspricht etwa
SAE-Klasse) |
Öltyp-Einstufung
gemäss Hersteller |
max. zulässige
untere Anfahrtemperatur |
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VG 68
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(25 W)
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Tropen
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- 3 ° C
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VG 46
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(15 - 20 W)
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Mitteleuropa/Sommer
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- 10 ° C
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VG 32
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(10 W)
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Mitteleuropa/Winter
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- 18 ° C
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VG 22
|
(10 W)
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Arktis -
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- 27 ° C
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