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 API
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Spezifikationen

 

Gegenüberstellung

In der nachfolgenden Tabelle sind die verschiedenen Spezifikationen (API, CCMC, MIL-L) gegenüber gestellt.

Cxxx = Diesel, Sxxx = Benzin

 

 

API-Klassifikation

Das American Petroleum Institute (API) hat gemeinsam mit der SAE (Society of Automotive Engineers Inc. New York) eine Klassifikation geschaffen, in der Motorenöle nach Anforderungen, denen sie aufgrund unterschiedlicher Betriebsbedingungen und Motorkonstruktionen unterworfen sind, eingeteilt werden.
 

Klassifizierung für Benzinmotoren
  • Für Otto-Motoren gelten die Service-Klassen API-S (wobei das S für "Service" steht).
  • Als Faustregel: Je höher der Buchstabe nach dem S, desto neuerer ist die Spezifikation und desto höher die Anforderung, die das Oel erfüllt.
Klasse Bemerkung
SA (A) keine Leistungsanforderungen, keine Additive
SB (A) nicht detergentes Oel, Leichtoel
SC (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1964 ... 1967
SD (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1968 ... 1971
SE (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1972 ... 1979
SF (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1980 ... 1988
SG (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1989 ... 1992
SH für Fahrzeuge der Baujahre 1993 ... 1996
SJ für Fahrzeuge des Baujahres 1997 und später

 

API-SA
  • Regular-Motorenöle evtl. mit Stockpunktverbesserer und / oder Schauminhibitoren
API-SB
  • mildlegierte Motorenöle für niedrigbeanspruchte Otto-Motoren mit Wirkstoffen gegen Alterung, Korrosion und Verschleiss.
API-SC
  • Otto-Motorenöle für mittlere Betriebsbedingungen, mit Wirkstoffen gegen Verkokung, Kaltschlamm, Alterung, Korrosion und Verschleiss. Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller für Fahrzeuge von 1964-1967.
API-SD
  • Otto-Motorenöle für höhere Betriebsbedingungen. Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller für Fahrzeuge von 1968-1971.
API-SE
  • Motorenöle für sehr hohe Anforderungen und starke Belastungen bei Otto-Motoren (Stop-and-go-Verkehr). Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller für Fahrzeuge von 1971-1979.
API-SF
  • Motorenöle für sehr hohe Anforderungen und starke Belastungen bei Otto-Motoren (Stop-and-go-Verkehr) sowie einige LKW. Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller für Fahrzeuge von 1980-1987.
API-SG
  • Motorenöle für höchste Anforderungen, mit speziellen Tests zur Oxidationsstabilität und Schlammbildung. Erfüllt die Anforderungen der US-Automobilhersteller von 1987-1993.
API-SH
  • Spezifikation für Motorenöle die ab 1993 auf den Markt gekommen sind. API-SH muss nach dem CMA-Code of Practice geprüft sein. API-SH entspricht weitgehend API-SG, mit zusätzlichen Anforderungen bezüglich HTHS, Verdampfungsverlust (ASTM-Test und Noack), Filtrierbarkeit, Schaumverhalten und Flammpunkt.
API-SJ
  • Nachfolgeklassifikation zu API-SH. Verschärfte Anforderungen hinsichtlich Verdampfungsverlust. Gültig ab 10/96.
API-SK/SL
  • Nachfolgeklassifikationen zu API-SJ.

Klassifizierung für Diesel-Motoren

API-C
  • zur Zeit letzte ist die CF-4, CG-4 und CH-4.

CCMC-Spezifikation
  • CCMC wurde 1996 durch ACEA abgelöst und ist nicht mehr gültig.
  • Da die Abprüfungen zur API-Klassifikation nur auf amerikanischen Motoren (V8, grosser Hubraum, niedere Drehzahl) stattfinden und die Anforderungen, die ein europäischer Motor (weniger Hubraum, höhere Drehzahl) stellt nur unvollständig abgedeckt werden, hatte das CCMC (Committee of Common Market Automobile Constructors) eine Reihe von Tests erarbeitet, die zur Prüfung von Motorenölen für europäische Motoren verwendet wurden.
  • Zum Teil sind die Angaben aber noch auf den Ölen zu finden, daher kurz eine Auflistung zu den Otto-Motoren
Ottomotoren
CCMC Entspricht etwa   MIL-L
G 1 API-SE mit 3 zusätzlichen Tests in europäischen Motoren. am 01.01.1990 durch CCMC G 4 ersetzt. 46 152 A
G 2 API-SF   46 152 B
G 3 API-SF. Stellt höhere Anforderungen an Oxidationsstabilität und Verdampfungsverlust. Gilt für Leichtlauföle.

Wurde am 01.01.1990 durch CCMC G 4 ersetzt

 
G 4 API-SG mit zusätzlichen Tests für Schlammsicherheit und Verschleiss  
G 5 Leichtlaufmotorenöle (Low Viscosity) entsprechend API-SG, mit zusätzlichen Tests für Schlammsicherheit und Verschleiss.    

    

 

ACEA-Spezifikation

Die Klassifikation setzt sich zusammen aus Buchstabe, Zahl und Erscheinungsjahr (z.B. ACEA B3-98) der entsprechenden Spezifikation.

 

Die Nachfolgeorganisation der aufgelösten CCMC heisst Association
des Constructeurs Europeens d`Automobiles. Seit 01.01.96 sind die neuen ACEA Klassifiktionen in Kraft getreten.

 

Ottomotoren

(Benzinmotoren)

ACEA A1 Standardqualität mit abgesenkter Hochtemperaturviskosität
ACEA A2 Hohe Standardqualität. Übertrifft bisherige CCMC G5-Anforderung
ACEA A3 Höhere Temeratur- und Oxidationsqualität. Übertrifft bisherige CCMC G5-Anforderungen.
Pkw-Dieselmotoren ACEA B1 Standardqualität mit abgesenkter Hochtemperaturviskosität
ACEA B2 Hohe Standardqualität für Dieselmotoren.
ACEA B3 Höheres Russtragevermögen und Verschleissschutz.
LKW-Dieselmotoren ACEA E1 Standardqualität für Lkw-Dieselmotoren.
ACEA E2 Hohe Standardqualität für Pkw-Dieselmotoren. Übertrifft bisherige CCMC D4-Anforderung
ACEA E3 Zusätzlich besonders starkes Russtragevermögen. Gegenüber E2 verbesserte Kolben- und Motorsauberkeit und geringerer Zylinderverschleiss.



Darüber hinaus wurden die ACEA Spezifikationen von 1996,1998 und 1999 überarbeitet.
Für alle Kategorien wurden zusätzliche Schaumtests eingeführt und die neue Jahreszahl nach dem Suffix eingefügt. Zum Beispiel A1- 96 wird ersetzt durch A1 98.

 

Herstellerfreigaben


Über die vorgestellten Spezifikationen hinaus gibt es noch Hersteller, die eigene Tests fordern.
Z.B. VW-Normen:
- VW 50000 Leichtlauföle für Benzin- und Saugdieselmotoren.
- VW 50101 Konventionelle Mehrbereichs-Motorenöl ohne Leichtlauf-Charakter für Benzin- und Saugdieselmotoren.
- VW 50200 Leichtlauföle für Ottomotoren unter erschwerten Einsatzbedingungen.
- VW 50300 Neue Norm für Pkw-Benzinmotoren mit Wartungsintervallverlängerung (WIV: 30.000 km, 2 Jahre)
- VW 50301 Norm für hoch aufgeladenen Pkw-Benzinmotoren. (z.B. Audi S3, TT)
usw usw.

Auch Daimler Chrysler hat seine eigenen Normen – z.B.:
- MB 226.0 Einbereichs-Motorenöle für Saugdieselmotoren.
- MB 227.0 Einbereichs-Motorenöle für Dieselmotoren mit (BR 600) und ohne Aufladung.
- MB 228.0 Einbereichs-Motorenöle für aufgeladene Dieselmotoren, Ölwechselintervalle bis 30.000 km.
- MB 229.1 Motorenöle für PKW (Benzin- und Dieselmotoren.) Erhöhte Anforderungen gegenüber ACEA A2-96/A3-96 und B2-96/B3-96.

Speziell die grossen LKW- und Dieselmotorenhersteller definieren die Anforderungen an die Motorenöle sehr genau durch eigen Normen:
- MAN Werknorm
- Renault z.B. RLD Renault Long Distance Oil
- Volvo VDS Volvo Drain Spezifikation
- DAF
- Ford WSS Qualitätsniveau
- MTU Oil Type 1 bis Oil Type 2

 

Motorradschmierstoffe


Bei den meisten Motorrädern japanischer Bauart und bei einigen europäischen Fabrikaten werden an das Motorenöl zusätzliche Anforderungen gestellt. Bei diesen Bauformen werden Motor, Getriebe und „nasse“ Kupplung über einen gemeinsamen Ölkreislauf bedient. Motorenöle aus der Automobilentwicklung können Probleme in der Kupplung (mangelnder Kraftschluss) verursachen. Ausserdem sind die Scherkräfte im Getriebe bedeutend höher als im Motor, so dass besonders scherstabile Öle verwendet werden müssen. 1999 wurde die Spezifikation JASO T 903 vorgestellt, die aufbauend auf Anforderungen des API (SE,SF,SG,SH,SJ) oder der ACEA (A1, A2, A3) zusätzliche Eigenschaften für Motorradviertaktöle festlegt. Abhängig vom Reibungsverhalten in der Kupplung erfolgt eine Einstufung nach JASO MA oder JASO MB. JASO MA gibt einen höheren Reibwert als JASO MB vor.

 

Zweitakt-Motorenöle


Zweitaktmotoren werden überwiegende in Motorrädern, Mopeds, Bootsmotoren, Motorsägen verbaut. Die Zuführung des Zweitaktöls erfolgt über eine Dosierpumpe (Getrenntschmierung) oder es wird direkt dem Benzin zugegeben (Gemischschmierung). Die überholte API Spezifikation soll durch JASO und ISO ersetzt werden. JASO (Japanese Automotive Standards Organisation) und ist eine Spezifikation für einfache Anforderungen vor allem im asiatischen Raum. GLOBAL ist eine Vereinigung Europäische Zweitaktmotorenhersteller, die in der Zwischenzeit Ihre Leistungsforderungen in ISO Spezifikationen niederschreibt. Für höchste Anforderungen in Aussenbordmotoren gibt es noch NMMA-Klassen.

API-TA (TSC-1) Mopeds
API-TB (TSC-2) Motorroller und Motorräder
API-TC (TSC-3) Hochleistungsmotoren
API-TD (TSC-4) Aussenbordmotoren entsprechend NMMA TC-WII

JASO FA leicht
JASO FB mittel
JASO FC mittel + raucharm

Global GB / ISO-L-EGB mittel (= JASO FB)
Global GC / ISO-L-EGC mittel + raucharm (= JASO FC)
Global GD / ISO-L-EGD schwer + raucharm (>JASO FC)

 

 

API-Klassifikation für KFZ-Getriebeöle (Gear Lubrikans)

GL 1 Unlegierte Getriebeöle für Zahnrad- und Schneckengetrieben sowie für schräg- und bohrverzahnte Achsantriebe unter leichten Betriebsbedingungen, Korrosions- und Oxidations-Inhibitoren können zugesetzt werden. GL 2 Getriebeöle für Achsgetriebe mit Schneckentrieben die aufgrund der Anforderungen nicht mehr einwandfrei mit Getriebeölen gemäss GL 1 betrieben werden können. GL 3 Mildlegierte (EP) Getriebeöle für Schalt- und Sondergetriebe sowie für Achsantriebe bei leichten und mittleren Betriebsbedingungen. GL 4 Getriebeöle für hypoidverzahnte Achsantriebe bei normalen Betriebsbedingungen sowie für hochbelastete Schalt- und Sondergetriebe; entspricht in etwa der MIL-L 2105. GL 5 Getriebeöle für hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe, teilweise auch für Schalt- und Sondergetriebe; entspricht in etwa der MIL-L 2105 B; GL 5 Getriebeöle in Mehrbereichs-Charakteristik entsprechen MIL-L 2105 C/D. GL 6 Getriebeöle für sehr hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe (Achsversatz über 25% des Tellerraddurchmessers); inzwischen zurückgezogen. API GL 6 ist äquivalent der Ford M 2C-105 A.

 

Automatic Transmission Fluid (ATF)

ATF's sind Spezialschmierstoffe mit besonderen und hohen Anforderungen gemäss den Aggregate-Funktionen in automatischen Getrieben. Gefordert sind ein sehr gutes VT- und Tieftemperaturverhalten, Scherstabilität, hohe Oxidationsstabilität, Ausgezeichnetes Schaumverhalten und Luftabgabevermögen, definiertes Reibverhalten, EP-Eigenschaften, usw.

Zur Zeit verwendete Spezifikationen:

GM Automatic Transmission Fluid Type A, Suffix A (Spezifikation erloschen).
Automatic Transmission Fluid Dexron B (Spezifikation erloschen).
Automatic Transmission Fluid Dexron II D.
Ford Automatic Transmission Fluid M2C 33-138-CJ, M2C-9010-A (in der Reibwertcharakteristik entspricht das Ford M2C-9010-A etwa dem GM Dexron II D).
Automatic Transmission Fluid M2C-166-H ist die Nachfolge Spez. der M2C-9010-A für die Ford CTX-Getriebe und für die A 4 LD-Automatiken.
Automatic Transmission Fluid Mercon (bisher nur in den USA; für alle Ford-AT's).
DB Automatic Transmission Fluid's gemäss DB Betriebsstoff-Vorschriften Blatt Nr. 236.4, 236.6, 236.7.
Allison ATF C-3.

 


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