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Spezifikationen
GegenüberstellungIn der nachfolgenden Tabelle sind die verschiedenen Spezifikationen (API, CCMC, MIL-L) gegenüber gestellt. Cxxx = Diesel, Sxxx = Benzin
API-KlassifikationDas American Petroleum Institute (API) hat gemeinsam mit der SAE (Society of
Automotive Engineers Inc. New York) eine Klassifikation geschaffen, in der
Motorenöle nach Anforderungen, denen sie aufgrund unterschiedlicher
Betriebsbedingungen und Motorkonstruktionen unterworfen sind, eingeteilt werden. Klassifizierung für Benzinmotoren
API-SA
API-SB
API-SC
API-SD
API-SE
API-SF
API-SG
API-SH
API-SJ
API-SK/SL
Klassifizierung für Diesel-MotorenAPI-C
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| CCMC | Entspricht etwa | MIL-L | |
| G 1 | API-SE mit 3 zusätzlichen Tests in europäischen Motoren. | am 01.01.1990 durch CCMC G 4 ersetzt. | 46 152 A |
| G 2 | API-SF | 46 152 B | |
| G 3 | API-SF. | Stellt höhere Anforderungen an Oxidationsstabilität und
Verdampfungsverlust. Gilt für Leichtlauföle. Wurde am 01.01.1990 durch CCMC G 4 ersetzt |
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| G 4 | API-SG | mit zusätzlichen Tests für Schlammsicherheit und Verschleiss | |
| G 5 | Leichtlaufmotorenöle (Low Viscosity) entsprechend API-SG, mit zusätzlichen Tests für Schlammsicherheit und Verschleiss. |
Die Klassifikation setzt sich zusammen aus Buchstabe, Zahl und Erscheinungsjahr (z.B. ACEA B3-98) der entsprechenden Spezifikation.
Die Nachfolgeorganisation der aufgelösten CCMC heisst Association
des Constructeurs Europeens d`Automobiles. Seit 01.01.96 sind die neuen ACEA
Klassifiktionen in Kraft getreten.
| Ottomotoren (Benzinmotoren) |
ACEA A1 | Standardqualität mit abgesenkter Hochtemperaturviskosität |
| ACEA A2 | Hohe Standardqualität. Übertrifft bisherige CCMC G5-Anforderung | |
| ACEA A3 | Höhere Temeratur- und Oxidationsqualität. Übertrifft bisherige CCMC G5-Anforderungen. | |
| Pkw-Dieselmotoren | ACEA B1 | Standardqualität mit abgesenkter Hochtemperaturviskosität |
| ACEA B2 | Hohe Standardqualität für Dieselmotoren. | |
| ACEA B3 | Höheres Russtragevermögen und Verschleissschutz. | |
| LKW-Dieselmotoren | ACEA E1 | Standardqualität für Lkw-Dieselmotoren. |
| ACEA E2 | Hohe Standardqualität für Pkw-Dieselmotoren. Übertrifft bisherige CCMC D4-Anforderung | |
| ACEA E3 | Zusätzlich besonders starkes Russtragevermögen. Gegenüber E2 verbesserte Kolben- und Motorsauberkeit und geringerer Zylinderverschleiss. |
Darüber hinaus wurden die ACEA Spezifikationen von 1996,1998 und 1999
überarbeitet.
Für alle Kategorien wurden zusätzliche Schaumtests eingeführt und die neue
Jahreszahl nach dem Suffix eingefügt. Zum Beispiel A1- 96 wird ersetzt durch A1
98.
Über die vorgestellten Spezifikationen hinaus gibt es noch Hersteller, die
eigene Tests fordern.
Z.B. VW-Normen:
- VW 50000 Leichtlauföle für Benzin- und Saugdieselmotoren.
- VW 50101 Konventionelle Mehrbereichs-Motorenöl ohne Leichtlauf-Charakter für
Benzin- und Saugdieselmotoren.
- VW 50200 Leichtlauföle für Ottomotoren unter erschwerten Einsatzbedingungen.
- VW 50300 Neue Norm für Pkw-Benzinmotoren mit Wartungsintervallverlängerung (WIV:
30.000 km, 2 Jahre)
- VW 50301 Norm für hoch aufgeladenen Pkw-Benzinmotoren. (z.B. Audi S3, TT)
usw usw.
Auch Daimler Chrysler hat seine eigenen Normen – z.B.:
- MB 226.0 Einbereichs-Motorenöle für Saugdieselmotoren.
- MB 227.0 Einbereichs-Motorenöle für Dieselmotoren mit (BR 600) und ohne
Aufladung.
- MB 228.0 Einbereichs-Motorenöle für aufgeladene Dieselmotoren,
Ölwechselintervalle bis 30.000 km.
- MB 229.1 Motorenöle für PKW (Benzin- und Dieselmotoren.) Erhöhte Anforderungen
gegenüber ACEA A2-96/A3-96 und B2-96/B3-96.
Speziell die grossen LKW- und Dieselmotorenhersteller definieren die
Anforderungen an die Motorenöle sehr genau durch eigen Normen:
- MAN Werknorm
- Renault z.B. RLD Renault Long Distance Oil
- Volvo VDS Volvo Drain Spezifikation
- DAF
- Ford WSS Qualitätsniveau
- MTU Oil Type 1 bis Oil Type 2
Bei den meisten Motorrädern japanischer Bauart und bei einigen europäischen
Fabrikaten werden an das Motorenöl zusätzliche Anforderungen gestellt. Bei
diesen Bauformen werden Motor, Getriebe und „nasse“ Kupplung über einen
gemeinsamen Ölkreislauf bedient. Motorenöle aus der Automobilentwicklung können
Probleme in der Kupplung (mangelnder Kraftschluss) verursachen. Ausserdem sind
die Scherkräfte im Getriebe bedeutend höher als im Motor, so dass besonders
scherstabile Öle verwendet werden müssen. 1999 wurde die Spezifikation JASO T
903 vorgestellt, die aufbauend auf Anforderungen des API (SE,SF,SG,SH,SJ) oder
der ACEA (A1, A2, A3) zusätzliche Eigenschaften für Motorradviertaktöle
festlegt. Abhängig vom Reibungsverhalten in der Kupplung erfolgt eine Einstufung
nach JASO MA oder JASO MB. JASO MA gibt einen höheren Reibwert als JASO MB vor.
Zweitaktmotoren werden überwiegende in Motorrädern, Mopeds, Bootsmotoren,
Motorsägen verbaut. Die Zuführung des Zweitaktöls erfolgt über eine Dosierpumpe
(Getrenntschmierung) oder es wird direkt dem Benzin zugegeben
(Gemischschmierung). Die überholte API Spezifikation soll durch JASO und ISO
ersetzt werden. JASO (Japanese Automotive Standards Organisation) und ist eine
Spezifikation für einfache Anforderungen vor allem im asiatischen Raum. GLOBAL
ist eine Vereinigung Europäische Zweitaktmotorenhersteller, die in der
Zwischenzeit Ihre Leistungsforderungen in ISO Spezifikationen niederschreibt.
Für höchste Anforderungen in Aussenbordmotoren gibt es noch NMMA-Klassen.
API-TA (TSC-1) Mopeds
API-TB (TSC-2) Motorroller und Motorräder
API-TC (TSC-3) Hochleistungsmotoren
API-TD (TSC-4) Aussenbordmotoren entsprechend NMMA TC-WII
JASO FA leicht
JASO FB mittel
JASO FC mittel + raucharm
Global GB / ISO-L-EGB mittel (= JASO FB)
Global GC / ISO-L-EGC mittel + raucharm (= JASO FC)
Global GD / ISO-L-EGD schwer + raucharm (>JASO FC)
GL 1 Unlegierte Getriebeöle für Zahnrad- und Schneckengetrieben sowie für schräg- und bohrverzahnte Achsantriebe unter leichten Betriebsbedingungen, Korrosions- und Oxidations-Inhibitoren können zugesetzt werden. GL 2 Getriebeöle für Achsgetriebe mit Schneckentrieben die aufgrund der Anforderungen nicht mehr einwandfrei mit Getriebeölen gemäss GL 1 betrieben werden können. GL 3 Mildlegierte (EP) Getriebeöle für Schalt- und Sondergetriebe sowie für Achsantriebe bei leichten und mittleren Betriebsbedingungen. GL 4 Getriebeöle für hypoidverzahnte Achsantriebe bei normalen Betriebsbedingungen sowie für hochbelastete Schalt- und Sondergetriebe; entspricht in etwa der MIL-L 2105. GL 5 Getriebeöle für hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe, teilweise auch für Schalt- und Sondergetriebe; entspricht in etwa der MIL-L 2105 B; GL 5 Getriebeöle in Mehrbereichs-Charakteristik entsprechen MIL-L 2105 C/D. GL 6 Getriebeöle für sehr hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe (Achsversatz über 25% des Tellerraddurchmessers); inzwischen zurückgezogen. API GL 6 ist äquivalent der Ford M 2C-105 A.
ATF's sind Spezialschmierstoffe mit besonderen und hohen Anforderungen gemäss den Aggregate-Funktionen in automatischen Getrieben. Gefordert sind ein sehr gutes VT- und Tieftemperaturverhalten, Scherstabilität, hohe Oxidationsstabilität, Ausgezeichnetes Schaumverhalten und Luftabgabevermögen, definiertes Reibverhalten, EP-Eigenschaften, usw.
Zur Zeit verwendete Spezifikationen:
GM Automatic Transmission Fluid Type A, Suffix A (Spezifikation erloschen).
Automatic Transmission Fluid Dexron B (Spezifikation erloschen).
Automatic Transmission Fluid Dexron II D.
Ford Automatic Transmission Fluid M2C 33-138-CJ, M2C-9010-A (in der
Reibwertcharakteristik entspricht das Ford M2C-9010-A etwa dem GM Dexron II D).
Automatic Transmission Fluid M2C-166-H ist die Nachfolge Spez. der M2C-9010-A
für die Ford CTX-Getriebe und für die A 4 LD-Automatiken.
Automatic Transmission Fluid Mercon (bisher nur in den USA; für alle Ford-AT's).
DB Automatic Transmission Fluid's gemäss DB Betriebsstoff-Vorschriften Blatt Nr.
236.4, 236.6, 236.7.
Allison ATF C-3.
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Intertek Caleb Brett (Schweiz) AG, 8952 Schlieren
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